DAS KANU DES KAISERS

EIN SYMBOL DES MARITIMEN KULTURERBES DER STADT

Dieses Prunkstück, das im Jahre 1810 in nur 21 Tagen fertiggestellt wurde, ist heute ein
fabelhaftes Bindeglied zwischen Vergangenheit und Zukunft. Es ist das Herzstück der reichen Sammlungen des Musee Nationale de la Marine. Seine elegante Silhouette am Eingang des 70.8 besticht und beeindruckt den Besucher wegen seiner Gröβe (mehr als 19 m lang), seiner Pracht und seiner Geschichte.

Diese Geschichte begann in der belgischen Hafenstadt Antwerpen.

Am 30. April 1810 bewundern die Einwohner von Antwerpen das Prachtboot mit Napoleon und der jungen Kaiserin Marie-Louise an Bord. Eine ganze Armada von groβen und kleinen Booten begleiten sie. Mehrere Tage lang nutzt der Kaiser sein prachtvolles Kanu, um seine Schiffe und die gesamte Flotte zu inspizieren. In 1814, nach dem Sturz des Kaiserreichs, findet das Kanu Zuflucht im Militärhafen von Brest.

Während des zweiten Weltkriegs wäre das Kanu des Kaisers fast in Vergessenheit geraten und wäre mit groβer Wahrscheinlichkeit den Bomben, die die Stadt Brest weitgehend zerstört haben, zum Opfer gefallen, wenn es nicht eine glückliche Schicksalswendung gegeben hätte. In Paris stand damals am Palais de Chaillot das Nationale Marinemuseum kurz vor der Eröffnung; viel Platz und ein hervorragender Rahmen für das kaiserliche Boot, das so das Prunkstück der gesamten Ausstellungen wurde.

So verlieβ das Kanu Brest am 9. Mai 1943 unter dem Schutz der deutschen Militärbehörden. Der Transport über Wasser- und Schienenwege dauerte 8 Tage lang/ Es wurden keine Mühen gescheut, um diesen Sondertransport zu sichern, bis das kaiserliche Boot heil in Paris, im Bahnhof Montparnasse, eintraf.

Wie wir wissen, wiederholt sich die Geschichte oft, und im Jahr 2018, steht das Museum Chaillot kurz vor groβen Renovierungsarbeiten. Es soll im kommenden Jahrhundert in neuem Glanz erstrahlen. Das Kanu mit seinen gigantischen Ausmaβen stellt ein Problem dar! Zu aller Freuden kehrt es nun, 75 Jahre später, an seinen ursprünglichen Standort zurück, diesmal auf dem Straβenweg.

Jetzt tront das Kanu des Kaisers im Herzen der Ateliers des Capucins. Auf subtile Weise symbolisiert es die enge Verbindung der erst kürzlich zur Stadt der Kunst und der Geschichte ernannten Stadt Brest mit ihrem Marine-Museum. Es hat hier, in den Ateliers des Capucins, zwischen dem 70.8 und dem beeindruckenden Antriebswellenstrang des Hubschrauberträgers Jeanne d’Arc einen würdigen Rahmen gefunden. Die « Jeanne » wie man sie in Brest nannte, war für Generationen von Seeleuten die Ikone ihrer Stadt. Sie wurde im Jahr 2010 auβer Dienst gestellt, nachdem sie praktisch 79 Weltumrundungen zurückgelegt hatte …

BREST
ENTDECKEN

Ob Sie für einen Tag in Brest verweilen oder für eine längere Zeit, die Stadt hat so viel zu
bieten, dass es nie langweilig wird. Dank der fantastischen Aussichtspunkte und dank des neuen Straβenbahnnetzes und der Seilbahn ist Brest heute nicht nur ein Etappe, sondern ein Reiseziel geworden.

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